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16.08.2019 40 0

Tagungsdetails

Vorwort

Mikroelektronik - das Gehirn der künstlichen Intelligenz

Der Begriff „Künstliche Intelligenz“ ist in aller Munde, und fast täglich werden wir von  neuen sensationellen Erfolgsberichten über aktuelle Entwicklungen der „KI“ überrascht. Dies ist nicht erstaunlich, denn Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen ziehen in immer größerem Maße in alle Lebensbereiche ein. Methoden der Künstlichen Intelligenz eröffnen bisher unerreichbare Möglichkeiten. Sie werden in selbstlernenden Robotern, für Sprachassistenzsysteme, für  Vorhersagen der Entwicklungen der Finanzmärkte, beim autonomen Fahren, für die medizinische Diagnose und allgemein zur Datenanalyse und Mustererkennung genutzt. Dem Schachprogramm AlphaZero, das sogenannte tiefe neuronale Netze einsetzt, wurden zum Beispiel nur die Grundregeln des Brettspiels beigebracht. Innerhalb weniger Stunden hatte sich AlphaZero zu dem stärksten Schachprogramm der Welt entwickelt und sich das über Jahrhunderte von Menschen gewonnene Wissen selbst erarbeitet.

Nicht im Blick der Öffentlichkeit ist die neben den Algorithmen wichtigste Vorrausetzung der Künstlichen Intelligenz, die Mikroelektronik. Aber nur der große technologische Fortschritt, die zunehmende Miniaturisierung und die Entwicklung immer leistungsfähigerer Prozessoren, Sensoren und mikroelektronischer Systeme ermöglichen die genannten Ergebnisse. Wir stehen sowohl bei den Anwendungen wie bei den Voraussetzungen der KI noch am Anfang eines langen Weges mit spannenden Zukunftsperspektiven zur Entwicklung und Optimierung neuartiger Rechnerstrukturen und Produkte. Gleichzeitig eröffnet sich uns die Chance aufregende Erkenntnisse über uns selbst und das menschliche Gehirn zu lernen.

Gerade wegen der Vielfältigkeit der Anwendungen, der Geschwindigkeit des Fortschrittes und sicher auch wegen der Unschärfe des Begriffs weckt Künstliche Intelligenz die unterschiedlichsten Assoziationen und auch Ängste. Dies ist bedauerlich, denn unsere Gesellschaft und jeder einzelne Bürger wird aller Voraussicht nach auf vielfältige Weise von „Künstlicher Intelligenz“ profitieren; so zum Beispiel durch erhöhte Lebensqualität, Sicherheit und Wohlstand. Es liegt an uns, die Chancen dieser Technologie sinnvoll zu nutzen.

Das 9. Symposium Mikroelektronik beleuchtet  die genannten Aspekte der Künstlichen Intelligenz in ausgewählten Vorträgen von Vertretern der Politik, Wissenschaft und Industrie und anschließend in einer Podiumsdiskussion. Wir freuen uns auf anregende Diskussionen.

Prof. Dr. Marc Weber
Chairman

Topics

Programm

Committee

Programmkommission

Committee

Conference Chairman
Prof. Dr. Marc Weber
Karlsruher Institut für Technologie

Programmkomitee
Heinz-Martin Esser
Silicon Saxony e.V., Dresden
Fabmatics GmbH, Dresden

Dr. Tim Gutheit
Infineon Technologies AG, München

Dr. Ronald Schnabel
VDE/VDI-GMM, Frankfurt am Main

Christoph Stoppok
ZVEI e.V., Frankfurt am Main

Ort

Veranstaltungsort